Mannschaftsschweizermeister 2019 mit dem Heimatverein RC Willisau Lions! Tobias Portmann gewinnt überragend das Punkteeinzelklassement in der höchsten Schweizer Ringerliga, Michael belegt den sensationellen fünften Rang! Keine Zweifel, die Portmann Brüder blüten letzte Saison so richtig auf, waren hungrig sich weiter top vorzubereiten um auch International ihr Können zu zeigen. Doch dann der Start der Corona Pandemie. Internationale Turniere reihenweise abgesagt und in den Trainingsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Nun erzählen sie, wie sie sich auf die Mannschaftsmeisterschaft 2020 vorbereitet haben.

Wie habt ihr euch gefühlt, als ihr von den ersten Absagen internationaler Turniere erfahren habt?
Für Michael ein Schock, den er zuerst verarbeiten musste. Er war heiss im Frühjahr sich mit den besten der Welt zu messen. Da für Michael jedoch lange zeit die EM (abgesagt) auf dem Plan stand, war sein Fokus unverändert.
Tobias bedauerte die Absagen nicht stark. Viel mehr sah er schnell die grosse Chance besser als andere Länder trainieren zu können. 

In welchen Trainingsmöglichkeiten wurdet Ihr eingeschränkt?
Der besuch in die Ringerhalle bei den RC Willisau Lions wurde verboten. So viel der grösste Teil ihres normalen Trainings weg. Natürlich war es auch nicht mehr möglich mit einem Coach zu trainieren. Die Trainer stellten sich flexibel auf die veränderte Situation ein und passten die Trainingspläne auf die gegebenen Möglichkeiten an. DANKE

Was habt Ihr unternommen um möglichst normal zu Trainieren?
Techniktrainings waren während dem Lock-Down leider nicht möglich. Umso mehr wurde der Fokus auf das Kraft- und Ausdauer-Training gelegt. Um die Kraftübungen optimal auszuführen, bedienten sich die Brüder beim Heimatverein. Zuhause wurde dann ein kleiner Krafttrainingsplatz eingerichtet. Ausdauer konnte optimal von Zuhause trainiert werden. Als Hobby-Biker drückten die beiden gerne in die Pedalen oder absolvierten Jogging Einheiten.

Was hat euch Motiviert bei jedem Training weiterhin alles zu geben?
Zu beginn des Lockdowns war es sehr schwierig die gleiche Motivation aufzubringen, vor allem Tobias konnte sich mit dem eintönigen Training  nicht anfreunden. Auch Michael gab zu er habe sich schnell ablenken lassen. Als man jedoch neue Strukturen ins Training brach viel es einfacher sich zu Motivieren. Die Motivation stieg jedoch stark an als der Bund entschied, dass Kaderathleten bereits früher wieder ins Mattentraining einsteigen können. Zu dieser Zeit war die Schweiz eine der wenigen Nationen, welche bereits wieder auf der Matte trainieren durfte.