Fit für die WM?

Wir haben Tobias zu seiner aktuellen Form befragt.

Foto: www.ringerspiegel.ch

 
Seit den Ferien im Juni nach der U23 EM bereitet sich Tobias auf sein grösstes Turnier des Jahres, die U23 WM, vor. Viel Zeit im Ausland verbrachte er diesmal aber nicht. In der heimischen Ringerhalle auf dem Schlossfeld wurde an der Technik geschliffen und gefeilt. 
Auf das Gewicht musste er währenddessen nicht achten. Die angestrebten 70kg entsprechen in etwa Tobis natürlichem Gewicht und erspart ihm den „Abnehmkampf“, den viele andere Ringer durchlaufen müssen. 
Im Sommer wurde nach sehr spezifisch und detailliert auf Griffe und Würfe eingegangen, in den letzten Monaten wechselte man dann aber auf Wettkampfähnlichere Trainingsmethoden. Es geht vor allem darum, die Kampfsituation im Turnier zu simulieren und gelerntes anzuwenden. Hier kamen ihm sicherlich auch die sieben Ligakämpfe für die Lions entgegen, weil was bereitet jemanden besser auf einen Wettkampf vor, als ein Wettkampf selber? 
Die Clubtrainings waren willkommene Abwechslung zum sonst sehr spezifischen Einzeltraining. Ein Ziel dieser Trainings war, dass gerade auch gegen starke Gegner Punkte drin liegen um sie zu besiegen. Gute Verteidiger sollten durch offensiv ausgeklügeltes Ringen auch zur Punktabgabe gezwungen werden können. Hier halfen die beiden Vereinsinternen Trainer Dima welcher neu hauptberuflicher Trainer ist und Gergely sehr. 
Mental fühlt sich der ältere der Portmannbrüder in guter Verfassung. Er geht mit Freude in seine Duelle auf der Matte und freut sich auf die WM. Dort sieht er eine Chance, die „Grossen“ zu ärgern und seine gute Verfassung auch international zu beweisen. Es bietet sich die Möglichkeit, seine Qualität unter Beweis zu stellen, ohne dabei grosse Erwartungen erfüllen zu müssen. 
Am Sonntag, dem 24. Oktober reiste Tobias für ein Trainingslager nach Moldavien. Dort wird mit internationalen Gegnern nochmals intensiv auf die WM hingearbeitet. 
Am 3. November fliegt er dann direkt aus dem Trainingslager nach Belgrad, um dort das letzte Grossturnier des Jahres in Angriff zu nehmen. An der EM belegte Portmann den 7. Rang. An der WM gilt es, daran anzuknüpfen. Die Top 10 wäre das Ziel, dieses hängt aber stark von der Losziehen ab. An der U23-WM werden nämlich alle Ringer in einen Topf geworfen und so sind alle Duelle bereits ab der ersten Runde möglich. Dazu kommt, dass die Stärke der Gegner auf diesem Gewicht schwer einzuschätzen ist.